POBURSKI Betontechnologie

Auch wenn sich unsere Betonbeläge in der Praxis bewährt haben, sind wir doch nach wie vor immer auf der Suche nach neuen Wegen, um unsere Qualität unter Einbezug neuester Entwicklungen noch weiter zu verbessern und auch zukünftig mit unseren Innovationen den Stand der Technik befahrbarer Dachbeläge weiterhin positiv zu beeinflussen.

Ein Schwachpunkt im Betonbelag war die Armierung aus Baustahlgewebematten. Unsere Ingenieure waren ganz vorne mit dabei, um diesen Schwachpunkt abzulösen. Wir fanden die Lösung in der Verwendung von speziellen Kunststofffaserbetonen. Sie sind heute nicht mehr wegzudenken und gehören mittlerweile zu den allgemein anerkannten Regeln der Technik  für Betonbeläge auf PKW-genutzten Parkdächern. Dem Frischbeton werden zur Verbesserung der betontechnologischen Eigenschaften alkalibeständige Polypropylen- / Polyethylenfasern zugemischt, durch die während des Abbindeprozesses ein positives Feuchtemilieu im Beton aufgebaut und eine schnelle Festigkeitsentwicklung des Betons gewährleistet wird.  Durch unsere spezielle Einbautechnologie werden die Kunststofffasern gleichmäßig über den gesamten Betonquerschnitt angeordnet und wirken der Frühschwindrissbildung entgegen, so dass Zugspannungen im oberflächennahen Bereich des jungen Betons aufgenommen und Vorschädigungen vermieden werden und sich dadurch die Qualität der Fahrbahnbetons deutlich erhöht.

Die derzeit gültige Normvorgabe ist, dass zur Erreichung eines Frost- und Tausalz beständigen Betons Mikroluftporen in den Beton eingebracht werden müssen. Diese sollen im Beton die vorhandenen Kapillare unterbrechen und als Expansionsraum für das im Beton vorhandene Wasser beim Gefrieren zur Verfügung stehen. Die Luftporen werden durch eine Chemikalie, den sogenannten Luftporenbildner, erzeugt, die beim Mischvorgang dem Frischbeton zugegeben wird. Die Wirkungsweise dieser Chemikalie ist stark abhängig von den Witterungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchte etc.) am Einbauort sowie den Wechselwirkungen der weiteren im Beton befindlichen Chemikalien (z.B. Fließmittel, Erstarrungsverzögerer etc.) und Betonbestandteilen. 

Mit enorm großem Aufwand muss geprüft und überwacht werden, ob der Luftporenbildner tatsächlich wie geplant im Frischbeton reagiert und eine ausreichende Zahl an kapillarbrechenden Mikroporen im Beton bildet. Hierbei kommt es nicht nur auf die Anzahl, sondern auch auf den Abstand dieser Mikroporen zueinander an, also eine hochkomplexe Technologie, an deren oft unvorhersehbaren Reaktionen unsere Qualitätsziele stark eingeschränkt wurden – denn der Luftanteil im Beton lässt sich nur schwer steuern. Je höher jedoch der Anteil der  Luftporen im Beton, desto geringer ist die so wichtige Druckfestigkeit.

Wir haben mit der Industrie uns an einer zukunftsweisenden Technologie beteiligt,  mit der  diese Risiken ausgeschlossen werden können. Wir haben bereits seit dem Jahr 2010 sehr gute Erfahrungen mit dieser Technologie sammeln können, so dass wir diese Qualitätsverbesserung nun unseren Kunden empfehlen.

Diese zukunftsweisende Technologie begründet sich darauf, dass die benötigten Luftporen direkt als Feststoff in den Beton eingegeben werden und daher keine Chemikalie mehr verwendet wird, die erst eine Reaktion im Beton hervorrufen muss. Der große Vorteil dieser Entwicklung liegt darin, dass eine definierte Anzahl an Mikroporen (als Feststoff) in den Frischbeton gegeben wird und damit sichergestellt ist, dass diese tatsächlich in der geplanten Anzahl und Form im Festbeton vorhanden sind. Auch die Verteilung der Feststoffporen im Beton lässt sich durch den Mischvorgang deutlich besser steuern als bei einer luftporenbildenden Chemikalie. Somit ist gewährleistet, dass über den gesamten Querschnitt bis in die obere Randzone des Fahrbahnbelages Mikroporen in ausreichender Anzahl mit entsprechenden Abständen untereinander vorhanden sind, so dass eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Frost- und Taumittelangriff sicher gestellt wird. Zudem gelangt bei dieser Technologie kaum überschüssige Luft in den Beton, so dass eine deutlich höhere Betondruckfestigkeitsklasse (C 35/45) als bei Beton mit herkömmlichem Luftporenbildner (C30/37) erreicht wird.

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