POBURSKI-Beläge für begeh- und befahrbare Dächer

Trenn- und Gleitschicht

Um die immer teurer werdenden Energiekosten zu begrenzen, sind gemäß den DIN-Normen immer dickere Wärmedämmschichten zu verwenden. Diese haben aber im Sommer bei hohen Temperaturen den erwünschten Nachteil, dass sie die Wärme nicht gleichmäßig und kontinuierlich an den Unterbau der Dachkonstruktion und den Innenraum abgeben. Sie dämmen den Temperaturdurchlass erheblich, was zu einem Temperaturstau oberhalb der Dämmung führt und Ausdehnungen und Verformungen der Nutzbeläge fördert.

Um die daraus resultierenden Horizontal-Kräfte nicht auf die sensiblen Abdichtungsbahnen zu übertragen, müssen zwischen der Oberseite der Abdichtung und den Betonbelägen geeignete Trenn- und Gleitschichten aufgebracht werden. Die DIN 4122, Abdichtung von Bauwerken gegen nichtdrückendes Oberflächenwasser und Sickerwasser, Ausgabe März 1978, sah hierfür unter 7.3.1.1 eine Trennlage vor. 
Die DIN 18195 Bauwerksabdichtungen, Teil 10 Schutzschichten und Schutzmaßnahmen, Ausgabe 1983, sah nur bei Asphaltbelägen über Abdichtungen eine Trennlage gemäß Teil 2 der Norm vor - ein Ölpapier von 50 g/m² oder 150 g/m² schwere Vliese aus Chemiefasern. Die Flachdachrichtlinien, Ausgabe Januar 1982, sahen unter Betonplatten über Abdichtungen zwei Trennlagen vor. Durchgesetzt hat sich die Verwendung von 2 Lagen PE-Folie in einer Stärke von jeweils 0,2 mm.

Die Funktionsfähigkeit dieser Trennfolien erfüllte jedoch in der Praxis nicht unsere  Erwartungen, so dass POBURSKI-Techniker und -Ingenieure nach einer besseren technischen Lösung suchten, um diesen gravierenden Schwachpunkt zu beseitigen. Sie erreichten dieses durch die Kombination einer Lage PE-Folie, Dicke 0,2 mm und einer oberen Lage Polyethylen-Schaummatte in 3 mm Dicke. Diese Trenn- und Gleitschicht hat sich am Markt durchgesetzt und wurde schließlich in die DIN 18195 aufgenommen.

Durch die Verwendung von modernen, kunststofffaserarmierten Fahrbahnbetonen und dem damit einhergehenden Entfall der Bewehrung aus Baustahlgewebematten können die PE-Schaummatten der Trenn- und Gleitschicht nicht mehr ausreichend auf der Abdichtung fixiert werden. Die Schaummatten sind sehr leicht und im Format nur in einer Breite von max. 1,50 m lieferbar, so dass durch Wind, Regenwasser und auch während der Betonage des Betonbelages die Schaummatten verrutschen und aufschwimmen können.

Wieder haben wir nach Lösungen gesucht, um diese Nachteile und damit verbundenen Störungen zu beseitigen.

Heute verwenden wir als Trenn- und Gleitschicht eine Lage Polyethylen-Folie, PE-LD (LDPE) d= 0,2 mm und ein spezielles verrottungsresistentes Geotextil, bestehend aus mechanisch verfestigten Polyesterfasern mit einer flächenbezogene Masse von mind. 150 g/m². Dieses Geotextil erfüllt nicht nur die von uns benötigten Eigenschaften der Schaummatte, sondern lässt sich zudem aufgrund seiner Dimensionen (bis 5,40 m Breite) und seines Gewichtes deutlich besser verlegen und in der Lage sichern. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass das Vlies durch Nässe am Untergrund haftet und dieses somit auch während der Betonage nicht aufschwimmt.

Wir sind überzeugt, dass auch diese POBURSKI-Innovation von der Fachwelt demnächst als Weiterentwicklung anerkannt und in die DIN-Vorschriften aufgenommen wird.

POBURSKI-Beläge

Um die Wärmedämmschicht und die Abdichtungsbahnen langfristig vor Schäden zu schützen, sollte grundsätzlich ein Nutzbelag aufgebracht werden, der die Lasten nicht punktförmig auf die wärmegedämmte Konstruktion überträgt, sondern ganzflächig, und damit statisch sicher, auf dem Dämm- und Dichtungssystem aufliegt und die Lasten auf die gesamte Auflagefläche verteilt. Mit unseren örtlich hergestellten POBURSKI Betonbelägen werden die darunter liegenden Dämm und Dichtungsschichten optimal geschützt.

Der außerordentliche Preisdruck der letzten Jahre verleitet Anbieter dazu, die technischen Grenzen bei begeh- und befahrbaren Dachbelägen immer weiter auszureizen. Als Folge davon sind Systemvorschläge auf dem Markt, die für die Investoren ein sehr hohes Risikopotential bergen. Steigende Schadensquoten verunsichern Investoren und Auftraggeber und führen zu verstärktem Klärungsbedarf. Die hohen Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit von Parkdecks auf Grund thermischer Belastungen wie Hitze, Kälte, Regen sowie aus dynamischer Belastung durch Fahrverkehr machen eine systematische und sorgfältige Auswahl der zu verwendenden Materialien erforderlich.

In den vergangenen 45 Jahren haben POBURSKI Ingenieure und Techniker den Stand der Technik für befahrbare Dachbeläge maßgeblich mitgestaltet und durch die gemachten Erfahrungen ständig weiterentwickelt. Im Mittelpunkt dieser Anstrengungen stand stets die ständige Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Systeme. Hierbei hat der regelmäßige Dialog mit Investoren und Betreibern von Kauf- und Warenhäusern und Einkaufs- und Fachmarktcentern wie Kaufland, Karstadt, Kaufhof u.a. uns wichtige Anregungen gegeben, woraus sich insbesondere folgende Ziele für Parkdecks formuliert haben:

  • 30 jährige Funktionsfähigkeit

  • geringe Wartungskosten

  • attraktive Oberfläche

  • architektonisch ansprechende Rastergliederung unter Berücksichtigung der Stellplätze

  • Kundenfreundlichkeit


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